Der Kampf um die Windräder

Ohne Worte

10. April 2015 Die Windstromeinspeisung in ganz Deutschland betrug zum Zeitpunkt der Aufnahme nur 0,29 GW. Ein Kohlekraftwerk liefert dagegen ca. 1 GW

Bildergalerie des Schreckens

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Bildergalerie verschiedener Wind"parks" 

Strompreissteigerungen von 300 % bis 2020

Liebe Leser,
das ist keine „Zeitungsente“, es handelt sich um eine Mitteilung des Umweltministeriums Baden-Württemberg! Warum war davon nichts in den Zeitungen zu lesen?
Hervorhebungen in roter Farbe durch den Verfasser des Kommentars.



Umweltministerium aktualisiert Gutachten zur Stromversorgung bis 2025

Drohende Leistungslücken ab 2020 erfordern Einsatz der Kapazitätsreserven – mittelfristig höhere Stromkosten wahrscheinlich

Bei ungünstigen Entwicklungen könnte dem Strommarkt in Deutschland 2020 für begrenzte Zeiträume Erzeugungsleistung von bis zu 8,8 Gigawatt (GW) fehlen. Diese Lücke würde zu Versorgungsengpässen führen, die nur durch teure Aktivierung von Reservekapazitäten zu verhindern wären. Möglich sei dann im Extremfall eine Preissteigerung von durchschnittlich rund 90 Euro pro Megawattstunde (MWh).

Zu diesem Ergebnis kommt eine Simulationsuntersuchung des Deutschen Zen-trums für Luft- und Raumfahrt, DLR, und des Instituts für Energiewirtschaft und rationelle Energieanwendung, IER, im Auftrag des baden-württembergischen Umweltministeriums.

Eine weitere Simulation für das Jahr 2025 unter günstigeren Bedingungen ergibt für das Jahr 2025 immer noch eine Leistungslücke von etwas mehr als 1 GW in begrenzten Zeiträumen, was einen Strompreisanstieg von rund 20 Euro pro MWh bedeuten würde. Zum Vergleich: Das derzeitige Strompreisniveau beträgt etwa 30 Euro pro MWh.

Beide Simulationen sind Teil eines jetzt veröffentlichten Gutachtens „Szenarien der Versorgungssicherheit in Deutschland und Süddeutschland“. Das Gutachten ist die Fortschreibung einer Expertise von DLR und IER aus dem Jahr 2014 im Auftrag des baden-württembergischen Umweltministeriums.

Zwar sei wegen der von der Bundesregierung vorgesehenen Kapazitätsreserve sowie der Sicherheitsbereitschaft generell nicht mit Problemen bei der Stromversorgung zu rechnen, fasste Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller die Studie zusammen. Allerdings zeichne sich auch ab, dass die Reserven und Sicherheiten auch in Form älterer Kohlekraftwerke wohl massiv zum Einsatz kommen werden: „Das bedeutet in der Preisspitze 3.000 Euro pro Megawattstunde, also rund 100 Mal mehr als der aktuelle Normalpreis an der Börse. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass diese Spitzenpreise am Ende von allen Verbraucherinnen und Verbrauchern bezahlt werden müssten, auch von den Privathaushalten.“

Umweltminister Franz Untersteller: „Das Gutachten zeigt erneut, dass wir politische Anreize brauchen, um neue kosteneffiziente und klimaschonende Erzeugungskapazitäten in den Markt zu bringen.“

Untersteller erneuerte deshalb seine Forderung an die Bundesregierung, das Niveau der Versorgungssicherheit nicht allein von den Gesetzen des Marktes abhängig zu machen und hohe Preisspitzen zu riskieren:

„Eine Reserve aus Kohlekraftwerken kann sehr teuer werden. Ich schlage vor, über Mechanismen nachzudenken, wie neue Kapazitäten in den Markt kommen, die die vorhersehbaren Leistungslücken vermeiden helfen und die zugleich das Klima schonen. Den Einsatz von Kohlereserven können wir nur verhindern, wenn wir Anreize schaffen, in neue effiziente und klimaschonende Technologien, wie zum Beispiel moderne Gaskraftwerke, zu investieren. Dieses Thema muss die Bundesregierung auch und besonders wegen des Weltklimavertrags von Paris erneut auf die Agenda setzen.“

Quelle:
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/umweltministerium-aktualisiert-gutachten-zur-stromversorgung-bis-2025-1/

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Hätten wir von unserer Bürgerinitiative geschrieben, dass bis 2020 Stromgestehungs-Preiserhöhungen von 300 % möglich seien und dass für „Spitzenstrom“ während der Belastungsspitzen das Hundertfache des normalen Strompreises (= 10000 % !) fällig sein könnte, dann hätte man das als maßlose Panikmache bezeichnet oder uns ganz einfach für verrückt erklärt. Herrn Minister Untersteller wird man dies wohl glauben müssen, gehört er doch zu den glühendsten Verfechtern eines mit Windkraftanlagen zubetonierten Baden-Württemberg.

Kostet lt. Gutachten der Bezug von 1 MWh
vor Steuern und Abgaben heute 30 €, dann wären dies nach dieser Prognose im Jahre 2020 ca.  30 €/MWh + ca. 90 €/MWh Erhöhung = 120 €/MWh. Der Passus  „vor Steuern und Abgaben“ ist  zu berücksichtigen! Der durchschnittliche KWh-Preis beträgt heute ca. 3 Cent (Nach anderen Angaben bereits deutlich mehr!). Der Rest, den Sie für die KWh bezahlen, sind die EEG-Strom-Umlage, Netzbetreiberanteil, Offshore-Abgabe, weitere Umlagen und Steuern, so dass Sie heute tatsächlich zwischen ca. 25 Cent und ca. 30 Cent pro KWh von Ihrem Lieferanten berechnet bekommen. Kommt es zum vorhergesagten Preisanstieg auf 120 €/MWh, müssten Sie pro KWh 10,71 Cent mehr bezahlen als heute (9 Cent Erhöhung + 1,71 Cent Mehrwertsteuer), sofern die EEG-Umlage zwischenzeitlich nicht weiter erhöht wird. Doch damit ist zu rechnen.        

Auch wenn der „Extremfall“ nicht eintreten sollte und wir statt dessen eine „günstige“ Entwicklung vor uns hätten, prognostizieren die Gutachter einen Stromgestehungs-Preisanstieg von „nur“ 66,33 % bis 2020/2025 (Heutiger Wert: 30 €/MWh + Preiserhöhung 20 €/MWh, entspr. einer Erhöhung von 66,33 %). Der Herr Minister erklärt auch ganz unverblümt, wer das zu bezahlen habe: die privaten Haushalte, kleine und mittlere Gewerbebetriebe – auch in der Landwirtschaft.

Auch für viele Gewerbetreibende und Arbeitgeber ergibt sich damit eine neue Kalkulationsgrundlage. Strompreiserhöhungen in dieser Größenordnung könnten manchen von ihnen zum Nachdenken  bringen, ob eine Betriebs-Verlagerung ins Ausland nicht die bessere Wahl wäre. Doch wird man Ihnen bald wieder erzählen, die „Erneuerbaren“, besonders aber die Windkraft, seien ein hervorragender „Job-Motor“. Glauben Sie das immer noch? Die Abwanderung ganzer Industriezweige hat schon lange eingesetzt, nicht nur wegen des niedrigeren Lohnniveaus im Ausland!  Die Bezeichnung „Job-Vernichtungsmotor“ trifft besser zu!

Was kostet in 5 oder 10 Jahren der Strom, bzw. der gefahrene Kilometer, für die uns anempfohlenen Millionen Elektroautos? Haben Sie vielleicht Ihr Haus auf „Erdwärmeheizung“ mittels einer elektrischen Wärmepumpe umgestellt. Da wird so mancher Hauseigentümer oder Mieter in Zukunft bei seiner Bank nachfragen müssen, ob und wie viel er heizen darf.
Bitte dies beim „Zahltag“ im Herbst 2017 nicht vergessen!
           
Hans-Joachim Schodlok

Schwachwindanlagen

Seitens der Befürworter des Windkraftausbaus wird immer wieder von “modernen Schwachwindanlagen” gesprochen und geschrieben. Es wird damit suggeriert, dass es sich um innovative Technologie handele, mit deren Hilfe Windkraft auch in “weniger günstigen Lagen” effektiv genutzt werden kann.

Im vorliegenden Artikel wird das Funktionsprinzip sogenannter Schwachwindanlagen erläutert. Dabei wird betrachtet, inwieweit derartige Anlagen einen Beitrag zur Glättung der Windstromeinspeisung.leisten.

Link zum Artikel

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel am 17. April in Kassel.

  • "Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht." 
  • "Die Wahrheit ist, dass wir auf allen Feldern die Komplexität der Energiewende unterschätzt haben." 
  • Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.

 

Sie können dies hier oder hier nachhören.

 

Rülke: "Windkraft in Baden-Württemberg ist so sinnvoll wie Weinbau in Grönland"

 

Vortrag von Enoch zu Guttenberg: Welchen Wert haben Landschaft und Natur?

Bad Mergentheim. Mit Freiherr Enoch zu Guttenberg präsentierte die Bürgerinitiative "Windwahn - Nein danke!" einen sehr prominenten Referenten unter dem Motto: "Besitzt unsere Landschaft und Natur in unserer profitorientierten Gesellschaft noch einen Eigenwert?"

Auf der Homepage der Bürgerinitiative findet man den Vortrag als Textdatei und als Video.

Wind in Baden - Württemberg

Von der in Baden-Württemberg generierten Windleistung im Netz von Baden-Württemberg ist fast nichts zu erkennen. Und wenn noch 5.000 Windkraftanlagen hinzu kommen - bei Flaute werden auch sie keinen Strom erzeugen, Trotzdem gibt es noch Leute, welche von 'Grundlasterzeugung mittels Windkraftanlagen' schwärmen.

Quelle und weiterlesen unter: http://www.wilfriedheck.de/

Antiwindkraftlied

ifo-Präsident: Energiewende ins Nichts

Professor Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo-Instituts, hat am 16.12.2013 seine neuesten Forschungsergebnisse zum Thema Energewende in der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität vorgestellt.

Sein Vortrag wurde auf Video aufgezeichnet und kann HIER angesehen werden.

Presseerklärung:

Lange Zeit wollte Deutschland nur aus der fossilen Energie aussteigen. Doch nun will es zusätzlich auch noch die nukleare Energie abschalten. Der doppelte Ausstieg bedeutet, dass sich unser Land ganz auf die regenerativen Energien verlassen muss. Das aber wird enorm schwierig. "Die Räder einer Industriegesellschaft mit Wind- und Sonnenstrom drehen zu wollen, ist eine Illusion", erklärt Hans-Werner Sinn anlässlich eines universitätsöffentlichen Vortrags in der Ludwig-Maximilians-Universität München, der nun als Video abrufbar ist.

Der neuen Bundesregierung rät Sinn ein Umsteuern und das Aufgeben ihres nationalen Alleingangs. Da Wind- und Sonnenstrom die benötigte Leistung nicht zu erschwinglichen Kosten werden erbringen können, werde Deutschland nach dem Atomausstieg im Endeffekt nichts anderes übrig bleiben, als entweder französischen und tschechischen Atomstrom zu kaufen oder wieder neue Kohlekraftwerke zu bauen.

Sinn begründet seine Meinung vor allem mit umfangreichen Rechnungen zum Ausmaß der Speicherkapazitäten, die erforderlich sind, um den Wind- und Sonnenstrom zu glätten. Er zeigt, dass die vollständige Glättung des Wind- und Sonnenstroms, der im Jahr 2011 ins Netz geleitet wurde, über 3000 Speicherkraftwerke benötigt hätte. Es hätte dann eine kontinuierliche, gesicherte Leistung von knapp 7 Gigawatt zur Verfügung gestanden, während ohne die Speicherung nur eine gesicherte Leistung von etwa einem Gigawatt ins Netz eingespeist werden konnte. Günstiger sieht die Rechnung aus, wenn man darauf verzichtet, den gesamten regenerativen Strom zu glätten. Hätte man sich mit einer Glättung von 4 Gigawatt begnügt, hätten 437 Speicherkraftwerke gereicht. Auch das ist freilich noch sehr viel, denn weder gibt es genug geeignete Standorte, noch ist es vorstellbar, dass solche Speicherkraftwerke von den lokalen Bürgerbewegungen akzeptiert werden.

Auch der Speicherung des Stroms in den Akkus der geplanten Elektroautos oder in Methanspeichern gibt Sinn keine Chance. So zeigt er z.B., dass man mit einer Million Batteriesätzen des BMW i3 gerade einmal 6 Promille der für die Glättung des Wind- und Sonnenstroms erforderlichen Speicherkapazität verfügbar hätte. 

Oskar Lafontaine: Wie Windräder die Umwelt zerstören


 

Essay von Oskar Lafontaine am 12. De­zem­ber 2013 in der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung.
Quelle: vernunftkraft.de

Zum Orginalartikel ohne Hervorhebungen: hier

 

Unter dem Vor­wand die Um­welt zu schüt­zen wird die Land­schaft zer­stört. Es ist an der Zeit, die Strom­er­zeu­gung durch “Stahl­ko­los­se”, die eine Ge­samt­hö­he von 200 Me­tern er­rei­chen kön­nen, zu be­en­den.

Zur Er­in­ne­rung: Der 161 Meter hohe Turm des Ulmer Müns­ters ist der höchs­te Kirch­turm der Welt und der Köl­ner Dom ist mit 157 Me­tern Höhe das zweit­höchs­te Kir­chen­ge­bäu­de Deutsch­lands. Gott sei Dank sind noch keine Pläne be­kannt ge­wor­den, in un­mit­tel­ba­rer Nähe die­ser Sa­kral­bau­ten Wind­rä­der zu er­rich­ten, um die Um­welt zu schüt­zen. Hohe Grund­stücks­prei­se kön­nen auch ein Vor­teil sein.

Aber die Zer­stö­rung der deut­schen Kul­tur­land­schaft schrei­tet schein­bar un­auf­halt­sam voran. Kein Wun­der. Für ein Wind­rad, das an einem durch­schnitt­li­chen Stand­ort in Deutsch­land im Jahr 6 Mil­lio­nen Ki­lo­watt­stun­den Strom er­zeugt, wird pro Jahr eine Pacht von 60.000 Euro ge­zahlt. An wind­rei­chen Stand­or­ten in Nord­deutsch­land stei­gen die jähr­li­chen Ein­nah­men der Grund­be­sit­zer auf 90.000 Euro.

Der An­teil der Strom­er­zeu­gung aus Wind­ener­gie am pri­mä­ren En­er­gie­ver­brauch in Deutsch­land wird vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie mit 1,3 Pro­zent für das Jahr 2012 an­ge­ge­ben. Und dafür sol­len wir un­se­re Kul­tur­land­schaft zer­stö­ren?

Selbst wenn es ge­län­ge, die­sen An­teil auf 2,6 Pro­zent zu ver­dop­peln, dann wäre das immer noch nicht ge­recht­fer­tigt. Man muss kein En­er­gie­ex­per­te sein, um so­fort zu er­ken­nen, dass der auf die Wind­ener­gie ent­fal­len­de An­teil der CO2-Re­du­zie­rung spie­lend durch an­de­re Tech­no­lo­gi­en er­setzt wer­den kann.

Doch nicht ein­mal die CO2-Bi­lanz der Wind­ener­gie ist zur Zeit ein Ar­gu­ment. Es meh­ren sich die Stim­men, die dar­auf hin­wei­sen, dass der Öko­strom­aus­bau heute zu einem er­höh­ten CO2-Aus­stoß führt. Ur­sa­che dafür ist, dass Gas­kraft­wer­ke sich nicht mehr rech­nen und daher wie­der ver­mehrt Koh­le­kraft­wer­ke ein­ge­setzt wer­den. Das För­der­sys­tem für er­neu­er­ba­re En­er­gi­en sorgt so dafür, dass mit jedem neuen Wind­rad mehr Kohle ver­feu­ert und daher zu­sätz­li­ches CO2 aus­ge­sto­ßen wird.

Was unter dem Vor­wand des Um­welt­schut­zes an­ge­rich­tet wird, hat der Schrift­stel­ler Botho Strauss tref­fend be­schrie­ben:

“Eine bru­ta­le­re Zer­stö­rung der Land­schaft, als sie mit Wind­kraft­rä­dern zu spi­cken und zu ver­rie­geln, hat zuvor keine Phase der In­dus­tria­li­sie­rung ver­ur­sacht. Es ist die Aus­lö­schung aller Dich­ter-Bli­cke der deut­schen Li­te­ra­tur von Höl­der­lin bis Bob­row­ski. Eine scho­nungs­lo­se­re Aus­beu­te der Natur lässt sich kaum den­ken, sie ver­nich­tet nicht nur Le­bens-, son­dern auch tie­frei­chen­de Er­in­ne­rungs­räu­me. Dem geht al­ler­dings vor­aus, dass für die kul­tu­rel­le Land­schaft all­ge­mein kaum noch ein Emp­fin­den le­ben­dig ist. So ver­bin­det sich das sinn­li­che Bar­ba­ren­tum der En­er­gie­öko­lo­gen mit dem des Mas­sen­tou­ris­mus.

Ein ex­tre­mes Bei­spiel für das sinn­li­che Bar­ba­ren­tum der Geld­ma­che­rei, die sich als En­er­gie­öko­lo­gie mas­kiert, fin­det sich neu­er­dings im Saar­land. An der deutsch-fran­zö­si­schen Gren­ze, im Land­kreis Mer­zig, wurde unter der Lei­tung des Bild­hau­ers Paul Schnei­der eine Skulp­tu­ren­stra­ße er­rich­tet.

Der tiefe Wunsch des Bild­hau­ers, eine Stein­skulp­tur frei im na­tür­li­chen Raum zu ge­stal­ten, wo jah­res­zeit­li­che Ver­än­de­run­gen, wo Tag- und Nacht­him­mel im Wech­sel­spiel der Wol­ken bei­tra­gen zu einem so an­re­gen­den und viel­sei­ti­gen Thema wie Stei­ne in der Land­schaft, hat mich be­wegt Bild­hau­er­kol­le­gen aus ver­schie­de­nen Län­dern ein­zu­la­den.

So be­grün­de­te der Künst­ler seine Idee. 32 Skulp­tu­ren sind im Laufe der Jahre ent­stan­den. Künst­ler aus 16 Na­tio­nen haben die “Stei­ne an der Gren­ze” ge­schaf­fen. Die Werke der Bild­hau­er haben der Land­schaft ein an­de­res Ge­sicht ge­ge­ben. Sie haben sie ver­än­dert so, wie sie die Schwin­gun­gen die­ser Land­schaft auf­ge­nom­men und ihre jet­zi­ge Form er­hal­ten haben. Diese Land­schaft, der Saar­gau, hat ihren ei­ge­nen Reiz.

Der Schrift­stel­ler Al­fred Gul­den, der wie kein an­de­rer diese Land­schaft be­sun­gen hat, schreibt:

“Und nicht zu­letzt des­halb ist mir die­ses Land auf der Gren­ze, die­ses “Hoch­land”, das nur noch Weite ist, wenn man dar­auf steht, zur poe­ti­schen For­mel ge­wor­den, nimmt es in mei­nen Kopf die­sen Raum ein, hat es in mei­nem Her­zen die­sen Platz, gilt ihm un­ge­bro­chen meine Sehn­sucht, viel­leicht, weil sie dem Kind da­mals Ge­heim­nis, “was ist da­hin­ter” war, wenn es vom Bun­ker am Ende des el­ter­li­chen Gar­tens über Saar­lou­is hin­weg auf die ge­gen­über­lie­gen­de Hü­gel­ket­te schau­te. Die Frage “was ist da­hin­ter”, als Trieb­fe­der, als Un­ru­he ist mit mir ge­wach­sen und nur sel­ten lässt sie mich los. Diese sel­te­nen Au­gen­bli­cke aber habe ich in­mit­ten die­ser Land­schaft, wenn alle Last von mir ab­fällt, plötz­lich, und ich mich un­be­schwert, leicht, frei fühle, …”

Dass sich der Wan­de­rer im Schat­ten von 13 Wind­rä­dern in di­rek­ter Nähe der Skulp­tu­ren­stra­ße “Stei­ne an der Gren­ze” auch in Zu­kunft un­be­schwert, leicht und frei füh­len wird, kann aus­ge­schlos­sen wer­den.

Hier geht es gar nicht um Natur und ihren Schutz. Hier geht es mög­li­cher­wei­se schlicht um Geld, “

schrieb der Di­ri­gent Enoch zu Gut­ten­berg in der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung.

So ist es. In einer Ge­sell­schafts­ord­nung, in der die Geld­ver­meh­rung die Ent­wick­lung steu­ert, kom­men Poe­sie und Kul­tur­land­schaft sprich­wört­lich unter die Räder.

Die Wind­kraft­bran­che hat, wenn es um die Be­ein­flus­sung, bes­ser um die Käuf­lich­keit po­li­ti­scher Ent­schei­dun­gen geht, viel von der Wirt­schafts­lob­by ge­lernt. Im harm­lo­se­ren Fall wer­den Zu­schüs­se an Kin­der­gär­ten oder Sport­ver­ei­ne in Aus­sicht ge­stellt, um die Ge­neh­mi­gung eines Land­ra­tes, Bür­ger­meis­ters, Ge­mein­de­ra­tes oder Orts­ra­tes zu er­rei­chen. Bis die Bür­ger von die­sen Vor­gän­gen Kennt­nis er­hal­ten, ist es oft zu spät, da das Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren schon zu weit fort­ge­schrit­ten ist. Daher soll­ten Bür­ger­ent­schei­de in den Ge­mein­den ver­bind­lich vor­ge­schrie­ben wer­den, in denen Wind­rä­der er­rich­tet wer­den sol­len.

Das Ge­fühl für Poe­sie und Schön­heit wird wohl nicht mehr aus­rei­chen, um diese Bru­ta­li­tät zu stop­pen. Für die kul­tu­rel­le Land­schaft all­ge­mein, da hat Botho Strauss wohl Recht, ist kaum noch ein Emp­fin­den le­ben­dig. Also ver­su­chen wir es an­ders: Es ist öko­no­misch und tech­nisch un­sin­nig, auf einem Weg wei­ter­zu­ge­hen, der den CO2-Aus­stoß stei­gert, den Strom­preis er­höht und des­sen Ziel bei in­tel­li­gen­te­rer Tech­nik ein­fa­cher und bil­li­ger zu er­rei­chen ist.


Oskar La­fon­tai­ne

(Der Artikel wurde aus vernunftkraft.de entnommen)

Den Voll­text fin­den Sie hier .

Rainer Brüderle im Juni 2013:

Der Bun­des­um­welt­mi­nis­ter warnt die Um­welt­mi­nis­ter der Län­der zu Recht davor, dass die Kos­ten für die För­de­rung der Er­neu­er­ba­ren ohne die  Strom­preis­brem­se un­ge­bremst wei­ter stei­gen. Er macht die Ver­ant­wor­tung der rot-grü­nen Blo­ckie­rer im Bun­des­rat für die kom­men­den Preis­stei­ge­run­gen deut­lich. Tau­sen­de Be­trie­be in Deutsch­land sind  schon jetzt von die­ser Ent­wick­lung  be­trof­fen.

Die deut­schen En­er­gie­prei­se sind so hoch wie kaum ir­gend­wo auf der Welt. En­er­gie­in­ten­si­ve Un­ter­neh­men ver­la­gern be­reits Ar­beits­plät­ze ins Aus­land. En­er­gie­kos­ten sind ein ent­schei­den­der Stand­ort­fak­tor. Wir sägen an den Wur­zeln un­se­res Wohl­stands.

Es ist höchs­te Zeit, die Reiß­lei­ne zu zie­hen. Wir müs­sen zu­rück zu den Grund­prin­zi­pi­en der So­zia­len Markt­wirt­schaft. Wir brau­chen bes­ser heute als mor­gen ein Mo­ra­to­ri­um beim Zubau von EEG-An­la­gen. Ohne die not­wen­di­gen Netze und Spei­cher­mög­lich­kei­ten dür­fen nicht jeden Tag neue Sub­ven­ti­ons­an­la­gen dazu kom­men.

Di­rekt nach der Bun­des­tags­wahl wird sich die christ­lich-li­be­ra­le Ko­ali­ti­on ge­mein­sam mit den Län­dern an eine grund­le­gen­de Re­form des EEG-Ge­set­zes ma­chen müs­sen. Wir brau­chen ein markt­wirt­schaft­li­ches Men­gen­mo­dell, müs­sen in die Ent­wick­lung von Spei­cher­tech­no­lo­gie und in leis­tungs­fä­hi­ge Netze in­ves­tie­ren. Deutsch­land wan­delt sich flä­chen­de­ckend zu einem gi­gan­ti­schen In­dus­trie­ge­biet und ge­fähr­det ge­ra­de damit seine In­dus­trie. Das klingt pa­ra­dox, ist aber Spät­fol­ge einer fal­schen rot-grü­nen Sub­ven­ti­ons­po­li­tik. Zwi­schen Flens­burg und Kon­stanz ste­hen heute mehr als 23.000 Wind­in­dus­trie­an­la­gen. Viele sind höher als der Köl­ner Dom.

Mehr als 1,3 Mil­lio­nen So­lar­an­la­gen sind in Deutsch­land auf Fel­dern und Dä­chern in­stal­liert. Mehr als 7.200 Bio­gas­an­la­gen sind in den letz­ten Jah­ren ge­baut wor­den. Ihre grü­nen Kup­peln sieht man al­ler­or­ten. Ge­füt­tert wer­den sie mit extra an­ge­bau­tem Mais. Der wächst in­zwi­schen auf 2,6 Mil­lio­nen Hekt­ar in Deutsch­land. Zum Ver­gleich: das ent­spricht etwa der Größe Hes­sens.

Das Land­schafts­bild än­dert sich in einem his­to­risch ein­ma­li­gen Aus­maß. Und der Zubau geht kräf­tig wei­ter. Die Pla­nun­gen ma­chen auch vor Na­tur­schutz­ge­bie­ten nicht Halt.

Nun könn­te man sagen, das alles sei be­rech­tigt, weil es uns un­ab­hän­gig macht von fos­si­len En­er­gie­trä­gern und der Kern­ener­gie. Und weil es dem Kli­ma­schutz dient. Aber wenn wir ehr­lich sind, müs­sen wir fest­stel­len, dass wir mit der bis­he­ri­gen En­er­gie­po­li­tik kei­nes der Ziele er­reicht haben und so auch nicht er­rei­chen wer­den. Wind und Sonne sind keine zu­ver­läs­si­gen En­er­gie­lie­fe­ran­ten.

Ad­äqua­te Spei­cher­mög­lich­kei­ten wird es auf ab­seh­ba­re Zeit nicht geben. Jedes Wind­rad braucht zur Ab­si­che­rung kon­ven­tio­nel­le En­er­gie­er­zeu­gung aus Koh­le-, Gas- oder Kern­kraft­wer­ken. Die Folge: Wir ver­feu­ern heute mehr Kohle und im­por­tie­ren mehr Kern­ener­gie aus dem Aus­land. Das nutzt dem Klima si­cher nicht. Ein Land vol­ler Stahl­ko­los­se ohne Stahl­pro­duk­ti­on. So­weit darf es nicht kom­men.

In Ab­wand­lung des Mon­tes­quieu-Zi­tats zu über­flüs­si­gen Ge­set­zen möch­te man sagen: Wenn es nicht not­wen­dig ist, ein Wind­rad in die Land­schaft zu stel­len, dann ist es not­wen­dig, kein Wind­rad in die Land­schaft zu stel­len.


Rai­ner Brü­der­le

Stimmen der Landtagsabgeordneten Paul Locher, Rudolf Köberle, Ulrich Müller und Peter Schneider zu Windrädern in Oberschwaben

(Zitat aus der Schwäbischen Zeitung): Schneider: ..... Die Vorstellung, dass Oberschwaben großflächig mit Windrädern bestückt wird, ist ihm eine grausige. Wenn er auf dem Bussen stehe und den großartigen Blick über die Landschaft genieße, „dann halte ich diese Vorstellung für eine Katastrophe“. Da würde schlicht „ein wesentlicher Teil des Oberlandes geopfert“. Paul Locherer ergänzt: „In meinem Wahlkreis gibt es große Widerstände gegen Windräder.“ Man dürfe „die Rechnung nicht ohne den Bürger machen“. ... Und Ulrich Müller erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass das Landschaftsbild „ein geschütztes Rechtsgut“ sei. In einem dicht besiedelten Land wie Baden-Württemberg könne man nicht „endlos Anlagen hinstellen“.

Rudolf Köberle sagt, nur mit Wind und Sonne könnten die Probleme sowieso nicht gelöst werden. Wie Müller plädiert er dafür, die regenerativen Energien zwar auszubauen, aber eben „nicht unbedingt vor Ort“. Die Prinzipien internationaler Arbeitsteilung sollten auch für die Energiepolitik gelten. Fazit: Energiewende ja - aber bitte mit Augenmaß. Die vier CDU-Abgeordneten halten überhaupt nichts von einer „Verschandelung der Landschaft“, die der grüne Ministerpräsident schon mehrfach als notwendig angekündigt hat. Und irgendwie bauen sie darauf, dass den Menschen im Land mit der Zeit die Augen ebenfalls aufgehen.

überschreibt einen am 12. Dezember 2013 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen Essay. Es ist ein starkes Plädoyer für die Vernunft aus der Feder eines sachkundigen Physikers mit bewegter politischer Vergangenheit.

Vernünftige Energiepolitik. Ein Film von www.vernunftkraft.de

Windrad- Disco

Ein Video von www.vernunftkraft.de

Viel zu hohe Windprognosen im Windatlas

In Fernsehbeiträgen des SWR und  im Mittagsmagazin (ARD) wird gezeigt, dass der Windatlas zu hohe Windgeschwindigkeiten nennt.

FAZ 14.09.2013: Ökostrom gefährdet Klimaziel

Die Energiewende wird zur Umverteilungsmaschine. Die Förderung läuft aus dem Ruder. Es gibt viel mehr Grünstrom als geplant. Die Preise für Emissionszertifikate verfallen. Kohle erlebt eine Renaissance. Und die Welt stößt mehr CO2 aus als jemals zuvor.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/energiewende-oekostrom-gefaehrdet-klimaziel-12573007.html

Windkraft im Wald?

Umzingelt von Windrädern

Auch im Wurzacher Becken gibt es immer noch ein massives Bestreben, Bad Wurzach mit Windräder zu umzingeln.

Auslastung der Baden-Württembergischen Windränder unter 5%

Kaum zu glauben:

Von der im "Ländle" installierten Windkraftanlagenleistung (565 MW) waren für die Stromeinspeisung im Mittel nur 26,341 MW wirksam. Die Auslastung beträgt nur 4,66%.

Die tagesaktuelle Stromeinspeisung der Windräder in Baden-Württemberg kann hier angesehen werden : HIER GRAFIK ANSEHEN

Rede von Enoch zu Guttenberg: "Wert von Landschaft und Natur"

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Rede wurde gehalten am 13.4.2013 "Wert von Landschaft und Natur" 

Rede von Enoch zu Guttenberg (Video in 4 Teilen)

Alternativen

+ Blockheizkraftwerke (BHKW) mit Kraft-Wärmekoppelung zur Stromerzeugung und zur Beheizung
+ Nutzung von Sonnen-Warmwasser-Kollektoren zur Warmwasserversorgung und Heizungsunterstützung
+ Geothermie, wo die geologischen Verhältnisse dies ohne Risiken zulassen
+ moderne Gaskraftwerke in Kraft-Wärmekoppelung
+ Fallturbinen in der öffentlichen Wasserversorgung
+ Wasser-Eis-Latent-Speicher in Kombination mit Wärmepumpen sowie Fließwasser-Wärmepumpen
+ Pumpspeicherkraftwerke
+ Kombinationen von Erdwärmesonden und Wärmepumpen
+ Sorgfälltiger Ausbau, Sanierung und Wiederinbetriebnahme von Wasserkraftwerken, sofern dies ökologisch verantwortbar ist
+ Verbesserung  der Wärmedämmung bei Altbauten
+ Nutzung der Abwärme von Industrieanlagen
+ Berücksichtigung eines möglichst niedrigen Energieverbrauchs bei der Planung von Neubauten
+ Ersatz älterer unwirtschaftlicher Heizungsanlagen durch leistungsoptimierte Anlagen
+ Modernisierung älterer Kohlekraftwerke mit deutlicher Erhöhung des Wirkungsgrades von ca. 38% auf ca. 43% bei Braunkohle, 46% bei Steinkohle
+ Abwasser-Wärmerückgewinnung
+ Gezeitenkraftwerke
+ Wellen-Kraftwerke
....

Ohne Alternative zu Windrädern und Solarparks?

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Zum Dokument hier klicken
Alternativen zu Windkraft und Photovoltaik. Abhandlung von Hans-Joachim Schodlok 

Informationen über "Volllaststunden verschiedener Kraftwerkstypen"

Lokale Bürgerinitiativen

Landschaftsschützer bundesweit

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Zum Dokument hier klicken
Volllaststunden als Maßstab der Versorgungsfähigkeit unterschiedlicher Kraftwerkstypen. (Autor: Hans-Joachim Schodlok) 

Natürlich fürs Allgäu e.V.: HIER

Bürgerinitiative Wurzacher Becken: HIER

Landschaftsschützer Oberschwaben

Bundesverband Landschaftsschutz e.V. : HIER

Videos von EikeKlimaEnergie: HIER oder HIER